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/ DIE MORITATEN DES PROTHESENMACHERS – 1000 und zwei Songs zwischen Orient und Okzident

Der Anfang – Eine Reise. München – Kairo und zurück. Ein obskurer alter Prothesenmacher auf dem Weg zu den Ursprüngen – in die Hitze und in das Herz einer heiligen Welt. In der Wüste findet er seine Antwort – einen langbärtigen Musiker. Sie reisen nach München und landen im Alten Botanischen Garten. Spiel mir Dein Lied und ich erzähl dir Dein Leben.

Aus einem musikalischen “Clash of Cultures” zwischen der arabischen Laute Al Oud und dem Pionierinstrument der elektronischen Musik, dem Theremin, entsteht ein Song über alte Freundschaft und neue Feindschaften. Ein Deutscher und ein Araber vertonen ihre Lebensgeschichten aus 1000 und zwei Nächten. Wie klingt ein Bazar? Wie riecht der Orient? Wie schmeckt der Islam? Und wer ist hier eigentlich wer – und wer ein Fake?

Der Deutsche – ein Geist, ein Schauspieler, ein Menschenhändler oder dämonischer Arzt. Der Araber – ein Gotteskrieger, ein Musiker, ein Bettler oder gar ein Muezzin. Religion und Mythos, Archäologie und Aufklärung, Elektronik und Mittelalter – Which side are you on – Riecht es nur gut oder schmeckt es schon?

„Arabische Musik ist in ihrer Reinkultur immer Monophon. Sie folgt nur einer einzigen Melodien-Linie, die immer wieder modifiziert und verfeinert wird. Im Gegensatz dazu steht die europäische mehrstimmige Musik, die sich im Laufe der letzten Jahrhunderte zu einem harmonischen, akkordischen Zusammenklang entwickelt hat.“

Der Moritatensänger baut seinen Stand auf und singt: „Es gibt keinen Gott außer Allah. Und Mohammed ist sein Prophet.“ Alte Freunde entdecken eine neue Feindschaft.

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat.

Performance: Jochen Striebeck, Habib Al Kadir, Stefan Zinner, Tschinge Krenn. Konzept& Regie: Peter Pichler, Henry Schliwa. Austattung: Sabine und Selina Regler. Dramaturgische Mitarbeit: Kerstin Grübmeyer. Assistenz: Philipp Decker. Produktion & Presse: Katrin Dollinger. Licht: Igor Belaga. Ton: Jürgen Koch. Media: Gregor Herzstein

 

Presse:
„Dieser Abend ist ein Szene gewordenes Gedicht, poetisch aber auch bayerisch-narrisch, je nachdem ob gerade Striebeck als Kammerspiel-Tragöde spricht, Pichler als schrumpeliger Scheich vor sich hinmurmelt, Stephan Zinner merkwürdige Schattenspiele mit seinen Händen fabriziert oder alle zusammen einen grandiosen Song spielen.“

Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung