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/ MUTTERLAND …stille

In seinem neuen Projekt zeichnet Emre Akal den Prototyp einer türkischen Familie, die keinen Platz mehr hat im rasenden Wandel ihres Landes.
Ermöglicht durch ein Stipendium der Stadt München hat Emre Akal ein Land durchforstet, das immer mehr in Stille versinkt und Gedanken oder Meinungen unaussprechbar werden. Ein Land, das hart ist wie sein konservativer Führer und weich wie die streichelnde Hand einer Mutter, in dem Tod, folgenlose Aggression, Lüge und Misstrauen nicht nur die Straßen der Städte erobern, sondern auch immer tiefer in die Seelen der Menschen und den Mikrokosmos Familie einbrechen und jedes ausgesprochene Wort das Ende bedeuten könnte für das letzte bisschen Glück.

Emre Akal fragt nach den Menschen, die mit dieser schnellen Entwicklung nicht Schritt halten können, die nun krampfhaft versuchen, in Ritualen und Gewohnheiten die letzte noch freie Zone des vermeintlichen Glücks vor dem immer grauer werdenden „Draußen“ zu beschützen: Das „Zuhause“ als einziger Ort des Durchatmens, des Rückzugs und der Selbstbestimmung, in dem man noch die Kontrolle über Harmonie und Zusammenhalt hat. In einem assoziativen Bilderbogen erlebt der Zuschauer eine in einem seltsamen gesellschaftlichen Spalt steckengebliebene Mischung aus Lethargie, Aufbruchsstimmung, Sehnsucht, Ermüdung und Sprachlosigkeit.

Aufführungen:
23. / 24. /25. /26. November 2017, 20.00 Uhr im HochX

Konzept, Regie & Inszenierung: Emre Akal
Konzept & Dramaturgie: Rieke Süßkow
Bühne & Kostüme: Aylin Kaip
Live Sound & Musik: Ardhi Engl
Stimmverrichterin: Ruth Geiersberger
Produktionsleitung: Rat&Tat Kulturbuero
Pressearbeit: Kathrin Schäfer KulturPR
Lichtdesign & Technische Leitung: Rainer Ludwig
Regieassistenz: Anna Prucker

Mit: Erkin Akal, Melek Erenay, Katharina Friedl, Caglar Yigitogullari, Julia Carina Wachsmann, Burak Uzuncimen

Eintritt: 18 € / ermäßigt 10 €
Reservierung:
Tel.: 089 / 90 155 102 (Anrufbeantworter)
unter www.muenchenticket.de und www.hochx.de

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
Mit freundlicher Unterstützung von Streitfeld Genossenschaftliche Räume für Kunst und Kultur.
Dank an Sema Akal, Tuncay Acar, Elly Schellerer-Ormanlar, Seba Ünal, Timo Nazari-Shafti.