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/ Schwer Vermittelbar. Ein Gesellschaftsspiel

Den Staat kostet die Arbeitslosigkeit eines Menschen hohe ökonomische und soziale Kosten – und was kostet es den Menschen?
Unsere Gesellschaft klassifiziert den Menschen gerne danach was er arbeitet: der Mensch lebt also, um zu arbeiten und er arbeitet, um zu leben.
Aber wenn keine Arbeit mehr da ist und der Mensch nicht mehr lebt, um zu arbeiten und nicht mehr arbeitet, um zu leben – was wird dann sein? Was kann dann sein?
Der Stellenwert, den wir Arbeit in unserer Gesellschaft geben wird sich wandeln – wandeln müssen. Denn darin sind sich alle Wirtschafts- und Arbeitsexperten einig – es wird nie mehr Vollbeschäftigung geben. Nie mehr.

’Schwer vermittelbar’ führt den Zuschauer geradewegs und interaktiv in die Welt der Arbeit beziehungsweise – Nichtarbeit. Nehmen wir an, Staat, Wirtschafts- und Kapitalmarkt bieten nur einigen Wenigen hochanspruchsvolle und lukrative Jobs, der Rest der Gesellschaft hat aber schlicht und einfach nichts mehr zu tun, zumindest im Sinne als ‚zielgerichtete, zweckgebundene menschliche Verrichtung’? Sich beklagen ist nicht mehr nötig, da wir unser Schicksal mit dem größten Teil der Bevölkerung teilen und Arbeitslosigkeit ein völlig normaler Daseinszustand geworden ist. Kann man womöglich ein glücklicher, zufriedener, sich sozial und kulturell Engagierender unter vielen glücklichen, zufriedenen, sich sozial und kulturell engagierenden Gleichgesinnten werden?
Das kann ja gut werden!
Nie wieder Vollbeschäftigung?
Nie wieder Vollbeschäftigung!
Nie wieder Vollbeschäftigung?

 

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat. Gefördert durch den Fonds Soziokultur.

Texte von Steve Ballmer, Jörg Blödorn, Die Glücklichen Arbeitslosen, Stefanie Dietrich, Katrin Dollinger, Wolfgang Engler, Ute Fleischmann, Erich Fromm, Gabriele Graf, Geneviève Hesse, Hermann Jülich, Horst Köhler, Frieder Kranz, Brigitte Kreitmeyr, Paul Lafargue, Lenin, Paul Marshall, Matthäus, Angela Merkel, Margarethe Roberts, Paulus, Bertrand Russel, Dorothea Schroeder, Klaus Schwab, Karl Heinrich Waggerl, Felicitas Wagner, Götz W. Werner, Achim Wigand, Ulrich Zentner.

Mit: Stefanie Dietrich, Gabriele Graf, Ulrich Zentner, Frieder Kranz, Ute Fleischmann, Margarethe Roberts, Felicitas Wagner, Daniel Breitfelder, Michael Feike, Alexander Roberts, Michael Stallknecht, Achim Wiegand, Marion Schneider, Louise Pokutta

Konzept und Regie: Dorothea Schroeder, Ausstattung: Andrea Wagner
Dramaturgie: Katrin Dollinger, Brigitte Kreitmeyr
Technik: Florian Clemen