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, / Wiedersehen in Trautonien

Trautonien. Klingt wie Utopia, und irgendwie ist es das auch. 1930 erlebte die Welt die Uraufführung einer Originalkomposition für elektronische Musik, dargeboten auf einem Trautonium, dem Vorläufer des Synthesizers. Die Entwicklung des Instruments verbindet das Schicksal von Paul Hindemith, Oskar Sala und Friedrich Trautwein. Ein utopisches Wiedervereinigungskonzert bringt den Komponisten, seinen Schüler und den Erfinder noch einmal zusammen. Doch kann es unter den Untoten eine Auflösung der Gegensätze und Widersprüche geben, in die sie sich zu Lebzeiten verwickelt haben. Hindemiths Werke wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Sala, der unpolitische Filmkomponist erlangte mit Hitchcocks „Die Vögel“ Ruhm & internationale Anerkennung. Trautwein, der Pionier der elektronischen Musik ist heute beinahe in Vergessenheit geraten. Hindemiths Stücke für drei Trautonien sowie Karlheinz Stockhausen, Einstürzende Neubauten und Kraftwerk finden Einzug in die musikalische Schau, für die drei Instrumente nach Originalplänen rekonstruiert wurden.

„Pichler, Jan Kahlert und Tschinge Krenn fuhrwerken furios in den drei Kästen herum (…) Irisierende Klänge, so sphärisch wie scharf, weiter, tiefer, größer, glitzernder als die meisten Synthesizer“ (SZ)

 

Eine Produktion von Peter Pichler in Kooperation mit Schwere Reiter Musik. Gefördert durch den Bezirk Oberbayern.

Mit: Jan Kahlert, Tschinge Krenn, Peter Pichler (Trautonium), Jochen Striebeck, Ursula Berlinghof, Stephan Zinner, Frau Huber (Schauspiel), Idee, Komposition und Ausführung: Peter Pichler

Buch: Katja Huber Instrumentenbau: Jürgen Hiller (Konstruktion), Siegfried Gratz (Gehäuse)

Regie: Peter Pichler /Stephanie Mohr Produktion/ Redaktion: Katrin Dollinger

Bühne: Selina und Sabine Regler Ton: Jürgen Koch Licht: Daniel Steinbacher Video: Anna McCarthy

Fotodesign/Film: Edward Beierle