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/ WINTER
Inszenierte Musik & Installation
nach F. Schuberts „Winterreise“

Das Gefühl, das man hat, wenn man verfolgt, wie sich in den Wohnzimmern und auf den Straßen Deutschlands ein neues Klima der sozialer Kälte breit macht, ist der Grundimpuls für dieses Stück. WINTER ist eine musikalisch-szenische Meditation über Verlust, Einsamkeit und den Moment, der bestimmt, ob ein Befund in Resignation umschlägt oder einen Neustart bewirken kann. Inspirationsquelle ist Franz Schuberts „Winterreise“ von 1827. Mit den Mitteln der Neuen Musik, der Experimentellen Musik und der zeitgenössischen Videokunst spürt ein spartenübergreifendes Ensemble der beklemmenden Erfahrungswelt des lyrischen Ichs in einem der berühmtesten musikalischen Zeitzeugnisse der Romantik nach. Hält der rastlose Stillstand, den die Figur des „Wanderers“ in der „Winterreise“ beklagt, etwa bis heute an?

WINTER ist physische Musik. Mitschwingende Bässe und Rhythmen, die sich tief in die Magengrube wühlen, wechseln sich ab mit Klängen, die den Raum wie Peitschenhiebe durchschneiden. In dieser Klanglandschaft ist alles modulierbar und auch tonal kein Intervall auf dem anderen.

In der thematisch auf das Stück bezogenen Videoinstallation „RAUSCHEN 2“ von CAMENISCH I VETSCH im Foyer des HochX kann das Publikum vor und nach der Vorstellung selbst zum „Wanderer“ werden und das Leitthema von WINTER physisch erfahren.

 

Pressestimmen zur Uraufführung:


„Schuberts Musik wird (…) vom Berliner Elektro-Duo gamut inc und dem großartigen Pianisten Philip Zoubek zu einer um die Moderne wissenden zeitgenössischen Version der Romantik verschachtelt“ (Süddeutsche Zeitung).
„Cornelia Melián, die das Thema ihres „Winter“-Abends (…) gleich stakkatohaft kunstvoll Rappen in den Raum spricht: ‚Fremd!‘ (…) Eine wirkliche Erweiterung sind die projizierten Bilder von Manuela Hartel: Sie schieben die Fantasie anregend zwischen assoziativ und konkret und überführen unsere medialen Flüchtlingsbilder in Kunst, ohne die Härte und Dramatik zu leugnen“ (Abendzeitung).
„In Symbiose von Bild und Gesang entstehen (…) immer wieder höchst poetische Momente von starker Sogwirkung“ (Münchner Merkur)

Gesamtkonzept: Micro Oper München, GAMUT Inc. Künstlerische Leitung: Cornelia Melián Komposition: Marion Wörle, Maciej Sledziecki (Berlin) Raum, Video: Manuela Hartel. Sounddesign: Mathias Nitschke. Lichtdesign: Rainer Ludwig. Kostüme: Susanne Stehle. Dramaturgische Mitarbeit: Constantin John. Assistenz: Elsa Büsing. Produktion & PR: Rat&Tat kulturbuero

Performance, Gesang, Stimme: Cornelia Melián. E- Gitarre: Maciej Sledziecki. Elektronik: Marion Wörle Präpariertes Klavier: Philip Zoubek (Köln) Videoinstallation im Foyer: Christine Camenisch I Johannes Vetsch (Basel)

Termine
Do 9.3.2017, 20 h
Fr 10.3.2017, 20 h
Sa 11.3.2017, 20 h
So 12.3.2017, 18 h

HochX Theater und Live Art München, Entenbachstraße 37, München
www.theater-hochx.de

Vernissage
Do 9.3.2017, 22 h: Videoinstallation von Camenisch I Vetsch (Basel) im HochX Foyer
Öffnungszeiten: 9. – 12.3. jeweils 1 Stunde vor und nach der Vorstellung.

Eine Produktion der Micro Oper München in Kooperation mit HochX Theater und Live Art. Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat.
Gefördert durch die Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, den Bezirk Oberbayern, die Rudolf Augstein Stiftung und Pro Helvetia.

WINTER Pressemappe
Bildmaterial von Christian Zach
WINTER 1 / WINTER 2 / WINTER 3

Presseschau
Im Applaus Kulturmagazin und im Theaterkompass wurde im Vorfeld über WINTER berichtet. Das Münchner Feuilleton widmete WINTER einen ausführlichen Vorbericht in seiner Februar-Ausgabe. Kurz vor der Uraufführung durften wir den Bayerischen Rundfunk auf einer Probe begrüßen. Der Vorbericht war am 9.3. in den Kulturnachrichten auf B5 zu hören. Die Süddeutsche Zeitung, die Abendzeitung und der Münchner Merkur berichteten über die Premiere.