Hannah Schillinger ist eine in München und Berlin basierte Choreographin, Regisseurin und Tanzkünstlerin. 1996 im Süden von München/Deutschland geboren, trainierte Hannah zuerst Turnen und verliebte sich während ihrer ersten zeitgenössischen Improvisation im Alter von 12 Jahren in den Tanz. Sie wurde zur Bildungsaufsteigerin, begann ihre professionelle Tanzausbildung an der IWANSON International School in München, setzte ihr Studium im BA Modern Theatre Dance an der Amsterdamer Universität der Künste fort, tanzte im Ensemble der Tanzkompanie ICK Amsterdam und absolvierte einen MA in Choreographie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch / HZT Berlin. Während ihres Masterstudiums war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und schloss ihr Studium mit „runners“ (2022) ab, einem Gruppenstück über kollektive Regeneration in der Ausstellungshalle der Reinbeckhallen Berlin. 2023 entwickelte sie das Solo „screen play“ über Begegnungen mit verwundeten Landschaften. Nachdem sie sich 2024 zwei Auftragsarbeiten gewidmet hat, erhielt Hannah die Debütförderung der Stadt München für “field work”, welches im August 2025 Premiere feiern wird. Sie assistierte am Theater Bremen und der Bayerischen Staatsoper München, und ist Teil des Studiokollektivs „studio 2.2“ mit Meg Stuart, Tarik Burnash, Claire Vivianne Sobottke, Roger Sala Reyner, Igor Dobricic, Descha Daemgen, Louise Hojer, Jule Flierl und Ixchel Mendoza in Berlin. Hannahs Arbeiten beschäftigen sich mit Themen der Gegenwart wie der Ökologie, Virtualität und Aktivismus. Ihre Bewegungssprache fußt auf europäisch-amerikanischen modernen und postmodernen Tanzlinien, wobei sich darin auch klassische und popkulturelle Einflüsse wiederfinden. In ihrer Praxis ist ein metamoderner Körper Ausgangspunkt dafür, den Ausdruck und die Materialität von Erfahrung und Imagination in Relation zu Raum und Zeit zu untersuchen. Sie arbeitet mit choreographischen Anordnungen, die sie “virtuelle Skulpturen” nennt und entwickelt Kompositionen basierend auf quantenphysikalischen Prinzipien. Schillingers Arbeiten entstehen kollaborativ, sind interdisziplinär und bewegen sich fluide zwischen Genres wie Tanz, Theater und bildender Kunst.
