YOLDAŞ – Frauen, die einander halten

von Nihan Devecioğlu

„Das, was BMW zu dem machte, was es heute ist, das waren wir“, so Emine Ulusen, die 38 Jahre lang Arbeiterin im BMW-Werk München war. Zusammen mit Evgenia Karakolidis und Anayurt Kırımlı gehört sie der ersten Generation von Gastarbeiter*innen in Deutschland an. Sie sind „Yoldaş“ – Freundinnen und Wegbegleiterinnen. Der Großteil ihres Lebens spielte sich im BMW-Werk ab, wo sie Zeiten der Sprachlosigkeit, der psychischen Verausgabung und der harten körperlichen Arbeit erlebten. Die Sängerin Nihan Devecioğlu wuchs als Enkelin von türkeistämmigen Arbeiter*innen im Umfeld des Werks auf. Nun schafft sie einen poetisch-musikalischen Raum für Erinnerungen – an ihre eigene Kindheit im München der 1980er Jahre und an die Frauen, deren Arbeit bis heute unsichtbar blieb. Frauenstimmen, kombiniert mit dem Klang der Maschinen und dokumentarischem Filmmaterial, fügen sich zu einer lebendigen Collage der Zeitgeschichte – und werden zugleich zu einem Ausdruck von Selbstermächtigung und weiblicher Solidarität.


Konzept, Interviews, Performance, künstlerische & musikalische Leitung: Nihan Devecioğlu
Videokünstler*in und Kamera: Cana Bilir–Meier, Tizian Stromp Zargari
Mitarbeit Musik & Konzept: Alexey Kokhanov
Mitarbeit Regie: Frank Abt
Dramaturgie: Viktorie Knotková
Szenographie: Ragna Heiny
Sounddesign & Technische Leitung: Ada Binaj
Künstlerische Produktionsleitung: Rat & Tat Kulturbüro

Nihan Devecioğlu

Premiere:
20. Oktober 2025, Einstein Kultur


Website →

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Verband freie Darstellende Künste Bayern e.V. im Rahmen der Prozessförderung des „Förderpakets Freie Kunst 2025“ mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

Koproduktion
SPIELART Festival München | Maxim Gorki Theater

VfdkB