Rodeo 2026

Das rodeo Festival ist seit 2010 eine feste Größe für Tanz, Theater und Performance in München. Als biennale Veranstaltung präsentiert es aktuelle künstlerische Positionen der freien darstellenden Künste und fördert Begegnung und Austausch. Im Jahr 2026 wird das Festival erneut vom HochX veranstaltet, das es bereits seit 2022 ausrichtet. Das Festivalprogramm 2026 wird von den künstlerischen Leiterinnen Antonia Beermann und Ute Gröbel sowie der Produzentin und Kuratorin Anna Donderer gestaltet. Im Mittelpunkt stehen die Vielfalt und Qualität der freien darstellenden Künste Münchens mit Arbeiten etablierter Künstler*innen sowie spannenden Neuentdeckungen an unterschiedlichen Spielorten in München. Außerdem gibt es am 17.10. ein 10-stündiges HochX- Jubiläumsprogramm.

Das rodeo Festival 2026 steht unter dem Motto „Holding Ground“: das gesellschaftliche Fundament bröckelt, gleichzeitig wird weltweit um Territorien, Grenzen und Zugehörigkeiten gekämpft. Vor diesem Hintergrund versammelt rodeo 10 Produktionen, die nach einer Neu-Verortung suchen: zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem, Körper und Material, Vergangenheit und Gegenwart. Die 10 Arbeiten sind sinnliche, kritische, berührende Einsprüche gegen Zustände, die unhaltbar geworden sind. Tanz trifft auf Gebärdensprache, Akrobatik auf Performance Art; dokumentarisches Material verschränkt sich mit Musik, Gesang und Rauminstallationen. Es wird auf Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Kurdisch und Polnisch performt. So entsteht eine künstlerische Vielstimmigkeit, die nicht nur betrachtet, sondern mit allen Körpern und Sinnen erfahren werden kann – und die zum aktiven Mitmachen, zum Berühren und Berührt-Werden einlädt. Ein Festival über Kunst als Ort der Verflechtung zwischen Menschen, Körpern, Erinnerungen und Lebensformen.

Das Programm von rodeo 2026 versammelt die Vielfalt der freien darstellenden Künste. Vertreten sind Schauspiel, Tanz, Performance, Musiktheater und Musik-Performance ebenso wie zeitgenössischer Zirkus, Arbeiten für junges Publikum sowie spartenübergreifende und interdisziplinäre Formate. Rykena/Jüngst begeben sich in Stripping Bolero auf eine sinnliche und humorvolle Suche nach choreografischen Formen des Höhepunkts, während Alina Belyagina in Giving back the Blessings Clubkultur, Folklore und Ritual zu einer kollektiven Choreografie zwischen Widerstand und Fürsorge verbindet. In Symbiosis erschaffen Kolja Huneck und Luuk Brantjes ein poetisches Zirkusuniversum über die Zerbrechlichkeit unserer Umwelt, und Quindell Orton verwischt in der Uraufführung von Making of an Animal die Grenzen zwischen Mensch und Tier. Traummaschine Inc. macht in Die Fabrik der verlorenen Fäden die verdrängte Geschichte der jüdischen Unternehmerin Rosa Klauber als begehbares Theater der Erinnerung erfahrbar, während Manuel Gerst Kafkas Die Verwandlung als bildgewaltiges Happening über Behinderung und Ausgrenzung neu liest. Christiane Huber folgt in Wood Wood Wood – Nothing’s ever good den Spuren von Gewalt und Widerstand im Białowieża-Wald, und Julian Warner verknüpft in Der Soldat. Ein Übergangsritual die Gedanken Frantz Fanons mit den Kämpfen um Repräsentation und Teilhabe der Gegenwart. Dara Lalo, İrem Ekin und Sascha Malina Hoffmann stellen in Ya Te Yan Ya Min // Bizim Olan // Raub und Besitz // Is It Really Yours die Frage nach Eigentum und Gerechtigkeit, und Nihan Devecioğlu gibt den Erfahrungen von Gastarbeiterinnen in Yoldaş – Frauen, die einander halten eine poetisch-musikalische Bühne.


Künstlerische Leitung: Antonia Beermann, Ute Gröbel

Programmkuration und Dramaturgie: Anna Donderer

Künstlerische Produktionsleitung: Rat & Tat Kulturbüro

Produktion HochX und Koordination Besuchsprogramm: Tabea Hopmans

Technische Leitung: Dennis Schmidt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: ((Resonanz)) Luis Argauer, Bojena Todorow

Marketing: Missi Ernst

Vermittlung: Anna Möhrle

Corporate Design: Helmut Morrison GmbH (Florian Fischer, Stephan Holitschke)

Website: Kollektiv 17, Simon Schmitt

Ticketing: Sebastian Dominic Auer

Verwaltung & Ticketing: Franziska Hangofer

Video & Trailer: Hubert Schmelzer

Gestaltung Festivalzentrum: Natascha Leonie Simons

Fotografie: Hannes Rohrer

Video: Ben Reiss

Premiere:
9. - 17. Oktober 2026, München


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