Listening

Workshopreihe

Im Projekt Listening wollen Euch das choreographische Duo Rykena/Jüngst zusammen mit einer Vielzahl an Kollaborateur*innen zum gemeinsamen Spekulieren über die Zukunft einladen. In ihrer Arbeit erforschen Lisa Rykena und Carolin Jüngst performative Formen des Erzählens auf der Bühne. Von ihnen „futuristic storytelling“ genannt, geht es darum, wie Barrierefreiheit zur künstlerischen Ausdrucksform wird und Ästhetiken der Zugänglichkeit dabei entstehen. Im Team mit Anna Donderer laden sie unterschiedliche Künstler*innen und Aktivist*innen ein, um Ästhetiken im Tanz neu und aus vielen Blickwinkeln zu befragen und zu verhandeln. 

Gemeinsam mit Euch, als Publikum und Künstler*innen, wollen wir uns austauschen und ausprobieren. Wir möchten Euch gern einladen, an unserem künstlerischen Prozess Teil zu haben, bei dem ein oder andren Treffen dabei zu sein und Eure Erfahrungen mit uns zu teilen. Jede*r ist herzliche willkommen!

Listening / Kongress / Künstlerische und integrierte Audiodeskription – Aesthetics of Access / 4. April 2024, 11 – 16:00 Uhr

Vom 2. – 4. April 2024 findet auf dem Kreativquartier München der Kongress »Künstlerische und integrierte Audiodeskription – Aesthetics of Access« statt. Dazu lädt das choreografische Duo Rykena/Jüngst und Anna Donderer unterschiedliche international tätige Künstler*innen und Aktivist*innen mit und ohne Behinderung ein, um gemeinsam über Zugänglichkeit im Theater nachzudenken und im Besonderen am Thema der integrierten Audiodeskription zu forschen. Die geladenen Expert*innen stellen sich dabei auch die Frage, wie Solidarität in der freien Theaterarbeit priorisiert werden, und unterstützende und nachhaltige Allianzen geschaffen werden können. An den drei Tagen treffen sich hierfür circa 25 Expert*innen aus dem Feld, darunter die Künstler*innen Sophia Neises, Nina Mühlemann von Criptonite aus Zürich, das Kollektiv Quiplash aus London, Zwoisy Mears-Clarke, Tanja Erhart, Monique Smith Mc-Dowell, das Kollektiv [In]Operabilities und viele mehr. 

Nachdem die Teilnehmenden am 2. und 3. April ihre Arbeitsansätze und ihre Praxis untereinander teilen, werden am 4. April die Türen geöffnet, um Sie, als interessierte Öffentlichkeit, einzuladen, mehr über das Thema zu lernen und mit den Künstler*innen in Austausch zu kommen. Es wird Gesprächsrunden und kurze Workshops geben, in denen die unterschiedlichen Praxis-Ansätze vorgestellt und ausprobiert werden können. 

Anmeldung für die Teilnahme am 4. April bitte via E-Mail an reservierung@rtkulturbuero.de

Für die Teilnahme am 4. April sind keine Vorkenntnisse notwendig. Gern bequeme Kleidung mitbringen. 

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt. 

Access-Informationen:
Audiodeskription. Access-Worker vor Ort. Räume barrierefrei zugänglich. Keine barrierefreie Toilette, aber rollstuhlfreundlich. Bitte genug Zeit einplanen um sich auf dem Kreativquartier Gelände zurecht zu finden, oder uns informieren falls ihr an der Tram-Haltestelle Leonrodplatz abgeholt werden wollt.

Künstlerische Leitung: Carolin Jüngst, Lisa Rykena
Künstlerische Co-Leitung: Anna Donderer, Rat & Tat Kulturbüro
Künstlerische Produktionsleitung: Pamela Goroncy, Stückliesel
Presse – und Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz

Credits:

Das Austausch- und Vermittlungsformat LISTENING ist Teil der 3-jährigen Konzeption FUTURE BODIES von Rykena/Jüngst. Die mehrjährige Gesamtkonzeption mit den Produktionen SENSE OF WONDER (2023), TRANSFIGURED (2024/25), dem Kongress »künstlerische und integrierte Audiodeskription – AESTHETICS OF ACCESS« sowie dem Austausch- und Vermittlungsformat LISTENING wird gefördert durch die Optionsförderung des Kulturreferats der Stadt München und die Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Kooperationspartnerin und Unterstützerin: HochX Theater und Live Art München e.V.

 

Listening / Workshop mit Naomi Sanfo / 3. November 2023, 12 – 15:30 Uhr

Das choreografische Duo Rykena/Jüngst und die Performerin Naomi Sanfo teilen in diesem Workshop Ideen und Erfahrungen zum künstlerischen Umgang mit Audiodeskription sowie ihren machtkritischen Ansatz darin. Audiodeskription im Tanz ist die sprachliche und stimmliche Beschreibung dessen, was auf der Bühne passiert – die Beschreibung von Körpern, Bewegungen und Situationen. Sie ist das Zugangsmittel für ein blindes oder sehbehindertes Publikum zu Theaterveranstaltungen. In einer Mischung aus Theorie und Praxis sollen kreative Wege der künstlerischen Audiodeskription erprobt werden, um Tanz und Performance in eine beschreibende Sprache und Sounds zu übersetzen. Die Workshopteilnehmenden sind dabei sowohl Akteur*innen als auch Beschreibende. 

LISTENING Workshop Künstlerische Audiodeskription im zeitgenössischen Tanz und Performance

Ort: schwere reiter Studio

Künstlerische Leitung LISTENING Lisa Rykena | Carolin Jüngst | Anna Donderer Workshop Naomi Sanfo | Lisa Rykena | Carolin Jüngst Produktionsleitung Pam Goroncy von Stückliesel Hamburg 

Credits:

Das Projekt LISTENING ist Teil der dreijährigen Förderung des choreografischen Duo Rykena/Jüngst mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München | den Fonds Darstellende Künste Kooperation & Unterstützung HochX Theater | Live Art München e.V.

Anmeldung HIER

 

Listening Podcast / Listening Night / 12. Juli 2023

Podcast-Launch ab Juli 2023

HIER in den Podcast reinhören

Was bedeutet es Barrierefreiheit als künstlerische Ausdrucksform in die eigene Arbeit zu integrieren? Was sind Ästhetiken der Zugänglichkeit? Was verstehen wir unter künstlerischer Audiodeskription? Auf welche unterschiedliche Weise können Bewegungen, Körper und das Geschehen auf der Bühne sprachlich beschrieben werden? Und wie integrieren wir diese Beschreibungen in die künstlerische Arbeit? Wir haben einige Expert*innen zu diesen Themen eingeladen, sich darüber mit uns zu unterhalten. Die entstandenen Podcasts könnt ihr hören oder als Transkript nachlesen. 

LISTENING Night
Mittwoch, 12. Juli 2023, 18 – 21 Uhr
Gemeinsames Podcast-hören mit Getränken, Snacks und Gemütlichkeit

Ort: HochX Foyer

An einem Mittwoch Abend im Juli laden wir Euch zum gemeinsamen Podcast LISTENING ein. Wir machen es uns gemütlich mit ein paar Getränken und Snacks und hören in die ersten beiden Folgen unseres LISTENING Podcast rein. 

Listening Workshop / „Künstlerische Audiodeskription in SENSE OF WONDER“ mit Pernille Sonne / 15. Juli 2023

Ausgehend von der Produktion SENSE OF WONDER des Choreograph*innen-Duos Rykena/Jüngst (Aufführungen 21.-23. Juli am HochX München), teilen die Workshop-Leiter*innen Pernille Sonne, Lisa Rykena und Carolin Jüngst in diesem Workshop Ideen und Erfahrungen zum künstlerischen Umgang mit Audiodeskription sowie ihren darin machtkritischen Ansatz. Audiodeskription im Tanz ist die sprachliche und stimmliche Beschreibung von Körpern, Bewegungen und Situationen und allem Weiteren, was auf der Bühne passiert. Sie ist das Zugangsmittel für blindes und sehbehindertes Publikum, um an Theaterveranstaltungen teilnehmen zu können. In diesem Workshop, der als eine Art Forschungslabor aufgebaut ist, werden die Teilnehmenden verschiedene Aufgaben und Vorschläge ausprobieren können, um Tanz und Performance in eine beschreibende Sprache und Sounds zu übersetzen – sowohl als Akteur*innen von innen als auch als Beschreiber*innen von außen. Im ersten Teil des Workshops wird Pernille Sonne eine praktische, theoretische und spielerische Einführung zum Thema der Audiodeskription von zeitgenössischem Tanz und Performance geben. Im zweiten Teil werden praktische Scores aus der Produktion SENSE OF WONDER ausprobiert. 

Ort: Atelierhaus PLATFORM, Kistlerhofstr. 70, im 3. Stock mit Aufzug

Zeit: Samstag, 15. Juli 2023, 11 – 17 Uhr

Anmeldung unter anmeldung@rtkulturbuero.de

Pernille Sonne

Sprache und Bewegung sind die zentralen Elemente der Arbeit von Pernille Sonne. Die erblindete diplomierte Sprachgestalterin und Schauspielerin ist in vielfältigen inklusiven Projekten tätig, die sich von Spracherziehung über Regie bis zu Performance und Tanz erstrecken. „Mich im Raum und Räume zu bewegen“ ist dabei Ziel und Grundgedanke ihres Schaffens. 2004 schrieb sie mit Armin Petras das Stück „Mach die Augen zu und fliege“, in welchem sie als Hauptdarstellerin schauspielerte und tanzte. Zu diesem Stück wurde auch die allererste Audiodeskription zu einer Tanzperformance ausgestrahlt.
Heute lebt die gebürtige Dänin in Leipzig, wo sie unter anderem im Schauspiel Leipzig als Autorin für Audiodeskriptionen tätig ist.

Aktuell widmet sie sich außerdem der Exploration von verschiedenen Wahrnehmungskanälen. In den Arbeiten mit Xenia Taniko als auch Jan Burkhardt bewegt sie, neue Zugänge und Formen von Bewusstseinsfelder zu erforschen. Es geht darum, weg von reiner Beschreibung und hin zur Erfahrung in unsichtbaren, aber tastbaren und fühlbaren Räumen zu kommen und diese gemeinsam, blind oder sehend, zu erleben.

Listening #1 / 21. November 2022 / Zusammenspiel von Tanz und Sprache, Audiodeskription

In der ersten Ausgabe laden Rykena/Jüngst und Zwoisy Mears-Clark zu einem Workshop ein, der sich mit dem Zusammenspiel von Tanz und Sprache befasst und verschiedene Möglichkeiten der künstlerischen und integrierten Audiodeskription erprobt. Zwoisy Mears – Clark versteht sich als Choreograf*in der Begegnungen. Zwoisy nutzt das Potenzial des Tanzes, um Formen der Unterdrückung wie Neokolonialismus, Sexismus und Ableismus sichtbar zu machen und um Begegnungen zu ermöglichen, die unter anderen Umständen unmöglich wären. In diesem Workshop werden verschiedene Möglichkeiten erforscht, Tanz und Bewegung in Worte zu fassen, poetisch und metaphorisch zu beschreiben und so künstlerische Audiodeskription entstehen zu lassen. Sowohl Improvisationen, als auch kleine Kompositionen mit Sprache und Tanz werden miteinander erlebt.

Dieser Workshop zur Audiodeskription passiert aus der Sicht von sehenden Personen. Alle Beteiligten weisen darauf hin, dass jede Audiodeskription, sollte sie für Theaterstücke angewendet werden, immer durch eine Co-Autor*innenschaft mit einer blinden oder sehbehinderten Person passieren muss.

Dieser Workshop ist für blinde, sehbehinderte und sehende Personen zugänglich. Wir raten dazu, bequeme Kleidung zum Bewegen anzuziehen und etwas zum Aufnehmen und dokumentieren mitzubringen (Stift, Papier, Aufnahmegerät usw.)

Ort: Auenstraße 19, Proberaum 2 (nicht barrierefrei aufgrund von Treppen)
Sprache: englisch und deutsch (Englischkenntnisse sind für die Teilnahme notwendig)

21.11.2023, 17.30 Uhr -20.30 Uhr

Workshopleitung Listening #1: Zwoisy Mears-Clark
Künstlerische Leitung: Carolin Jüngst, Lisa Rykena
Künstlerische Co-Leitung: Anna Donderer, Rat & Tat Kulturbüro
Produktionsleitung: Pamela Goroncy, Stückliesel
Presse – und Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz

Bildbeschreibung: Das Bild zeigt zwei Hände die vom linken unteren Bildrand in das Bild hineinragen. Die eine Hand, mit geöffneter flacher Handfläche, wird von der anderen Hand sanft an den Fingerspitzen berührt. Der Bildhintergrund, wie auch die beiden Hände sind in hellem, transparentem Rosa gehalten. 


Künstlerische Leitung: Carolin Jüngst, Lisa Rykena
Künstlerische Co-Leitung: Anna Donderer, Rat & Tat Kulturbüro
Künstlerische Produktionsleitung: Pamela Goroncy, Stückliesel
Presse – und Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz

Foto: Jonas Fischer

Premiere:
verschiedene Veranstaltungen


Website →

Das Austausch- und Vermittlungsformat LISTENING ist Teil der 3-jährigen Konzeption FUTURE BODIES von Rykena/Jüngst. Die mehrjährige Gesamtkonzeption mit den Produktionen SENSE OF WONDER (2023), TRANSFIGURED (2024/25), dem Kongress »künstlerische und integrierte Audiodeskription – AESTHETICS OF ACCESS« sowie dem Austausch- und Vermittlungsformat LISTENING wird gefördert durch die Optionsförderung des Kulturreferats der Stadt München und die Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Kooperationspartnerin und Unterstützerin: HochX Theater und Live Art München e.V.