SOUND ART + DRAMA

Julia Wahren arbeitet seit Jahren unter dem Label SOUND ART + DRAMA überregional und erfolgreich an der Schnittstelle aus Musik, Schauspiel, Performance und Oper. Ihre Musiktheater-Performances erweitern hierbei den Genre-Begriff und verwehren sich jeglicher Einordnung. Sie selbst spielt auf der Bühne mit Gesang und Stimme,Text und Musik aus allen Epochen. Dabei dehnt sie gemeinsam mit Musiker*innen und Ensembles die Grenzen des Musiktheaters auf höchstem musikalischem Niveau.

Nun präsentiert sie zusammen mit dem international renommierten ENSEMBLE HORIZONTE eine weitere Konzert-Performance:

MUSIK : SZENEN

Konzert-Performance
von SOUND ART + DRAMA
und dem ENSEMBLE HORIZONTE

Verwirrende, kontemplative, virtuose, elegische, bizarre Klangbilder fügen sich zu einer Geschichte – über Musik, über Musiker, Erwartungen des Konzertpublikums. Aus musikalischen Kategorien wie Imitation, Augmentation, Assimilation, Dissoziation, Harmonie, Dominanz und Unterordnung entstehen eindringliche Bilder und Situationen, ähnlich dem Genre der Tableaux vivants. Die Spanne reicht vom 14. Jahrhundert bis heute, von Landini und Monteverdi bis Salvatore Sciarrino, Max E. Keller und Joji Yuasa. Stile und Musiksprachen, Text und Bewegung verdichten die Stücke, vom Solo bis zum neunköpfigen Ensemble, zu etwas ganz Neuem: einer Art abstrakten Oper.

BESETZUNG
Dante Montoya Flöte
Jörg-Peter Mittmann Oboe
Merve Kazokoglu Klarinette
Helene Schütz Harfe
Mareike Neumann Violine
Martina Styppa Violoncello
Julia Wahren Text, Stimme
u.a.

Kids Carraldo

Eine Theater Challenge im Olympiapark für alle ab 8 Jahren

„Jeder Mensch sollte einmal im Leben ein Boot über einen Berg gezogen haben!“, hat mal ein berühmter Filmregisseur gesagt. Aber das hier ist kein Film, das hier ist in echt. Eine Gesellschaft in Weiß, der Olympiaberg und eine Vision: das Trumm muss über den Hügel. Lasst Euch begeistern, mitreißen, einspannen für eine wahnwitzige Idee.
Gemeinsam finden wir in diesem Theaterabenteuer heraus, was Wille und Wut bewegen können. Es geht um Teamarbeit, aber auch darum, im rechten Moment zu rebellieren. Wollen wir weitermachen um jeden Preis? Oder wollen wir aufgeben und etwas Neues probieren?

Die Katastrophale Johanna – Eine Theater-Roadshow am Ufer der Isar

Die katastrophale Johanna verquickt die Geburtstagsfeier eines unpassenden Mädchens von heute mit dem Mythos der Westernlegende Calamity Jane, die als Pionierin, Showstar, Krankenschwester und Revolverheldin Geschichte schrieb.
Calamity Jane trug meist Männerkleidung und zog damit den Zorn der „ehrbaren“ Frauen und Männer auf sich.

Am Ufer der Isar treffen Johanna und ihre Geburtstagsgäste auf unterschiedliche Geschlechterrollen und Stereotypen. Erlebnisse und Geschichten der historischen Westernheldinnen und -Helden verbinden sich mit ungebrochen aktuellen Fragen nach Rollenzuweisungen: Was darf ein Mädchen, was muss ein Junge tun?
Was geht überhaupt nicht und warum eigentlich?

TRAUMMASCHiNE Inc. reist mit den jungen Zuschauern in einen fiktionalen Wilden Westen, der mitten in München liegt. In den Isarauen trifft der Theater Treck auf Buffalo Bill, der mit seiner Wildwest Show 1890 auf der Theresienwiese gastierte, auf belebte Steine und Balladensänger.
Die Besucher*innen werden Teil einer inszenierten Wirklichkeit und folgen der katastrophalen Johanna als Gäste, Häscher und Verbündete durch die urbane Natur.

Alice Traumwelt und die Wissenschaft

Ein Tanz- und Theaterprojekt für Kinder über Körperwahrnehmung im digitalen Zeitalter

ALICE TRAUMWELT UND DIE WISSENSCHAFT ist ein mobiles Klassenzimmerstück für Kinder in der 3. bis 7. Klasse. Auf poetische, wissenschaftliche und spielerische Weise setzt es sich mit den Themen Bewegung, Gesundheit und Körperbewusstsein auseinander.

Die Tänzerin Tanja Kodlin und die Schauspielerin Laura Steinhöfel nehmen die Kinder mit auf eine Reise durch den Körper. Auf den Spuren von Alice aus Lewis Carolls „Alice im Wunderland“ lernen die Kinder ihre Organe und deren Funktionsweisen kennen. Zitate einer Medizinerin bilden das wissenschaftliche Fundament des Stückes. Soundeinspielungen der Münchner Musiker Angela Aux und Johannes Oberauer sorgen für die akustische Untermalung.
Im anschließenden Bewegungsworkshop wird das Erlebte und Gesehene praktisch erfahrbar. Übungen und Spiele stärken die Freude an der Bewegung und zeigen, wie wichtig sie für einen gesunden Körper ist.

BELOVED! On the Concept of Inner Vision and Sound

Foto: Domniki Mitropoulou

Die Medienkünstlerin Manuela Hartel kreiert Videoinstallationen voller Zauber.

Absolute Stille. Dann ein Flüstern, ein metallener Klang. Echos, Widerhall. Eine Frau auf einer Schaukel, regungslos. Der Kopf nach vorn gebeugt, die langen Haare vor dem Gesicht. Gezeichnete, schwarze Figuren bewegen sich als Videoprojektion über die Frau, die selbst zur Leinwand wird. Ein Vorhang weht. Wie in Zeitlupe bewegt sich der Kopf der Frau zur Seite. Dazu elektronische Klänge. Die Bilder der Video-Musik-Performance Manuela Hartel gehen tief. Die Münchner Medienkünstlerin hinterfragt gemeinsam mit der Malerin Christina Calbari und dem Musiker und Live-Elektroniker Stavros Gasparatos, beide aus Athen, das menschliche Wesen in seiner mentalen, emotionalen und physischen Vielfalt. Was Manuela Hartel mit ihren Videos, ihrer Stimme und ihrer Darstellung schafft ist virtuos: Sie erweckt die Zeichnungen Calbaris durch Computeranimationen zum Leben. Hartel ist selbst als Performerin auf der Bühne, integriert in ihr Bühnenbild und in die Bilder der Videoprojektion.

Erstmals gezeigt wurde „Beloved!“ im vergangenen Jahr während der Documenta 14 in Athen. Vom 16. bis 18. März ist die faszinierende und beeindruckende Video-Musik-Performance im Theater HochX in München zu sehen.

 

Manuela Hartel kreierte bereits Videoinstallationen und Videoarbeiten für Theater- und Opernbühnen, darunter die Bayerische Staatsoper, das ETA Hoffmann Theater Bamberg oder die Junge Oper Stuttgart. Parallel zur Veranstaltung im Theater HochX sind in der Galerie Françoise Heitsch die neuen Arbeiten von Christina Calbari zu sehen. Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 15. März um 19 Uhr. (Amalienstraße 19, München)

Konsul Bernick muss nochmal ran

„Konsul Bernick muss nochmal ran“ heißt das neue Stück des Münchner Theaterkollektivs Kommando Pninim („Holilend“, „100 Tage Great Again“). Der Titel ist ein Verweis auf Henrik Ibsens 1877 in München verfasstes Drama „Stützen der Gesellschaft“. Darin geht es um einen vordergründig integren, angesehenen Bürger: Konsul Bernick. Tatsächlich erweist sich dessen ganzes Handeln jedoch als von Eigeninteressen geleitet. Was in Ibsens Drama zum Skandal taugte, hat sich heute zu einem generellen Verdacht gegen Eliten verfestigt.

Das Stück von Kommando Pninim nimmt seinen Ausgangspunkt im „Museum für gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Es hat nie eröffnet, doch heute soll es soweit sein, angeblich. Darin findet sich eine Dauerausstellung zur Gegenwart, eine Sonderausstellung über eben jenen Konsul Bernick und eine weitere zur Zukunft. Doch die Tür zu dieser ist versperrt.

Wie kann uns eine Zukunft überhaupt als frei und ungeschrieben erscheinen, wenn sie durch Probleme globalen Ausmaßes verstellt wirkt? Der Klimawandel, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, die Vernichtung der Lebensräume sind allgegenwärtige Themen. Als einzelne können wir wenig gegen diese Entwicklungen ausrichten. Es scheint, als brauche es übermächtige Helden, um dieser Herausforderungen Herr zu werden. Doch was bedeutet das in einer Zeit, in der Vertrauen in der Politik kaum mehr herzustellen ist, in der stattdessen ein genereller Verdacht grassiert? Was oder wer kann dann eine Gesellschaft stützen? Die Künstler begeben sich auf die Suche mit den Mitteln des diskursiven Sprechtheaters ebenso wie tänzerisch choreographierten Szenen und eröffnen damit einen distanzierten Blick auf die Gegenwart.

Kalte Heimat – Was heißt woher?

1945ff. Wie ging man nach Kriegsende in Deutschland mit den Flüchtlingen und Vertriebenen um? Als in Bayern Bürgermeister und Gemeinderäte über Nacht 500 Fremde zugewiesen bekamen und keine Feldbetten der Bundeswehr oder des Technischen Hilfswerks zur Verfügung standen. Als an der Oder Tausende Flüchtlinge campierten und nicht vor und nicht zurück konnten. Als Städte wie Bremen eine Zuzugssperre ausriefen und die Solidarität in ländlichen Regionen ausblieb. Schon damals fragte man sich: Wie soll denn das gehen? Wie sollen wir das schaffen? Wie kann unsere Gesellschaft, Deutschland, denn aussehen, bei so vielen Fremden?
Seitdem sind viele Millionen Menschen in die Bundesrepublik gekommen. Russland-Deutsche und Rumänien-Deutsche, Kriegsflüchtlinge aus Vietnam und Bosnien, mit der DDR wurde sogar ein ganzer Staat übernommen, integriert, eingegrenzt. Wie hat sich die Gesellschaft seitdem verändert? Wie wurden bzw. werden Fremde in unserer Gesellschaft aufgenommen? Und was ist das Andere, Andersartige, Befremdliche, Verwunderliche an der Situation heute, als 2015 an nur einem Tag 12.000 Menschen alleine in München ankamen?
Das dokumentarische Theaterprojekt »Kalte Heimat – Was heißt woher?« verknüpft die alten Geschichten von Vertreibung und Verlust mit dem Neuen, Unbekannten, das unsere Gesellschaft heute spürbar in Aufregung versetzt. Vertriebene, ehemals Geflüchtete und Spätaussiedler erzählen vom Ankommen in Deutschland und treffen auf Menschen, die neu hier sind und von denen viele nicht wissen, ob sie bleiben dürfen. »Kalte Heimat« ermöglicht Begegnung und Dialog.

Manon Lescaut

Nach der Oper von Giacomo Puccini

Lulu Obermayer recherchiert in ihrer künstlerischen Praxis die historischen und zeitgenössischen Konditionen des weiblichen Solo auf der Bühne. In Manon Lescaut wird weibliche Existenz in der Oper dekonstruiert und neu verhandelt. In einer multimedialen Performance wird mit Stimme und Körper eine bewegende Wüstenlandschaft im Theaterraum orchestriert und choreographiert.

www.wirwollenweiter

„Die Welt ist geschrumpft“, heißt es im Roman In 80 Tagen um die Welt. Am Samstag, den 21. Dezember 1872 endete eine Wette darum, in welcher Zeit eine Erdumrundung möglich ist.

Wie reisen wir heutzutage in einer globalen Welt um die Welt? Welche Musik treibt uns an? Was packen wir ein? Wie werden wir uns fortbewegen? Wo werden wir unterwegs sein? Und was, wenn die Reise eine Flucht ist?

Eine Geschichte über das Reisen und die Freude am Spielen, die nach 4800 Sekunden Zuhause endet. www.wirwollenweiter

BLICKE!

Wie können Blicke andere Menschen beeinflussen? Wie viel Macht hat ein einzelner Blick? Welche Gefühle können durch einen einzigen Blick ausgelöst werden? Was ist der Blick überhaupt? Ist er einfach nur Auge oder Pupille? Oder ist er eine außenstehende, vom Körper getrennte Energie? Sind Blicke Gedanken? Wieso können wir Blicke spüren? Wie blicken Menschen im Alltag, im Aufzug oder in der U-Bahn? Was macht der Blick der anderen mit einem selbst in solchen alltäglichen Situationen?

Ausgehend von diesen Fragen setzt sich das Stück damit auseinander, welche Wirkung Blicke entfalten können. Die Tänzerinnen verlieren sich im Blick auf das eigene Spiegelbild, blicken mit dem Körper statt mit den Augen, erkunden die Wirkung des Blicks auf sich selbst, stürzen sich rückhaltlos in Blick-Beziehungsgeflechte und spielen mit dem spannenden Blick-Verhältnis zwischen Zuschauern und Performern. Sie setzen den oft ausweichenden, verbergenden und ausdruckslosen Blicken des Alltags ein offenes und getanztes Blickfeld entgegen und fordern den Zuschauer auf: Blicke!